Vorlesewettbewerb an der Wagrienschule

„Timo meint, die Sache ist ernst, weil außer dem Lehrer auch seine Frau verschwunden ist“, liest Marie aus ihrem Lieblingsbuch „Ella und der Millionendieb“ vor.

Enna, Abed, Marie, Lennart, Lina und Luca aus den 6. Klassen der Wagrienschule nahmen am Nikolaustag am Vorlesewettbewerb teil, der seit über 60 Jahren bundesweit veranstaltet wird. Zuvor hatten sie sich als Klassensiegerin und Klassensieger qualifiziert. Nun ging es darum, die Schulsiegerin oder den Schulsieger zu ermitteln. In adventlicher Atmosphäre in der Schulaula, vor Publikum und mit ein wenig Aufregung lasen alle Kinder jeweils drei Minuten ihre geübten Abschnitte vor. Danach zeigten sie ihr Können an unbekannten Texten. Die Entscheidung fiel der Jury nicht leicht, die sich aus Lehrerinnen und Schülerinnen und Schülern der 9./10. Jahrgänge zusammensetzte. Schließlich siegte Lennart Sieling aus der 6b mit „Die drei ??? – Ein Fall für Superhelden“ und nimmt somit im nächsten Jahr am Kreisentscheid teil. Herzlichen Glückwunsch! Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer konnten sich über eine Urkunde und einen Buchpreis freuen.

Besuch der ev. St.-Johannis-Kirche

Um nicht nur theoretisch im Unterricht etwas über Kirche zu erfahren, besuchten die Schülerinnen und Schüler der Klasse 6a die St.- Johannis-Kirche in Oldenburg.

Herr Klaus Kasper hatte sich für die Kinder Zeit genommen und erzählte anschaulich die Geschichte der Kirche, die über 800 Jahre alt ist. Eine Zeitspanne, die für die jungen Menschen kaum vorstellbar ist und sie staunen ließ. Sie hörten gespannt zu, entdeckten einiges aus dem Unterricht wieder, erfuhren interessante Hintergrundinformationen und durften das Kirchengebäude erkunden.

Ein Ort, der für die Mädchen und Jungen im Alltag häufig nicht so präsent ist. Umso schöner, dass alle diese kleine Exkursion auch an die kommenden Klassen empfehlen würden.

Vielen Dank an die Kirchengemeinde und Herrn Kasper für diese Möglichkeit und den unkomplizierten Ablauf.

Endlich wieder Schulkino

Nachdem der Schulkinobesuch für die Schülerinnen und Schüler der Wagrienschule im letzten Jahr Corona bedingt ausfallen musste, konnten in dieser Woche wieder viele Klassen unserer Schule daran teilnehmen. Die Filme, die dabei jahrgangsspezifisch gezeigt wurden, waren ebenso abwechslungsreich wie spannend.

Die 10. Klassen beispielsweise schauten den Dokumentarfilm „Welcome to Sodom“. In Anlehnung an das in Weltkunde behandelte Thema „Globalisierung“ erhielten die Schülerinnen und Schüler so einen schockierenden Einblick in Europas größte Müllhalde für Elektroschrott, welche mitten in Afrika liegt.

Bei Popcorn, Nachos und Softdrinks stieß der Schulkinobesuch bei allen, die daran teilnahmen, auf durchweg positive Resonanz. Hoffentlich wird es im nächsten Herbst möglich sein, das Schulkino ohne Corona Beschränkungen stattfinden zu lassen. Wir sind auf jeden Fall wieder dabei!

Mobbing? – Nicht mit uns!

„Gemeinsam Klasse sein“ – unter diesem Motto stand die Projektwoche, die in der Woche nach den Herbstferien von den fünften Klassen und mit der Unterstützung des Schulsozialarbeiter-Teams Manfred Schritt  und Aylin Kühl durchgeführt wurde. Grundlage bildete hierbei ein von der Techniker Krankenkasse entwickeltes und vom IQSH unterstütztes Projekt zur Aufklärung und Prävention zum Thema Mobbing in Schulen. Ziel des Projekts ist, dass die Klassen eine solide Basis entwickeln, um eine tragfähige Gemeinschaft für die Zukunft zu werden.

Die Schülerinnen und Schüler beschäftigten sich intensiv mit dem Thema Mobbing. Sie erforschten in Übungen, Rollenspielen und Gesprächen, wie sie positiv und konstruktiv miteinander umgehen können. Sie erfuhren, welche Folgen Mobbing für die betroffenen Mitschüler hat und was sie selbst tun können, um Mobbing gar nicht erst entstehen zu lassen.

Den Abschluss und gleichzeitigen Höhepunkt der Projektwoche bildete der gut besuchte Präsentationsnachmittag für die Eltern, an dem die Eltern von den Kindern in Vorträgen, Rollenspielen und mit vielen Plakaten über die Arbeitsergebnisse der Woche informiert wurden. Gleichzeitig wurden die Eltern so mit ins Boot geholt, da das Ziel „mobbingfreie Schule“ nur durch die Zusammenarbeit von Schülern, Lehrern, Schulsozialarbeitern und Eltern erreicht werden kann.

Die Projektwoche hat allen beteiligten großen Spaß gemacht und wurde von Schülern, Lehrern und Eltern als sehr erfolgreich wahrgenommen.

Suchtsprechstunde bei Henning Peters

Liebe Schülerinnen und Schüler der Wagrienschule,

ich möchte mich Euch auf diesem Wege vorstellen und über das Angebot der Suchtsprechstunde informieren.

Mein Name ist Henning Peters, Nachfolger von Heiko Sievert und ich bin Mitarbeiter der ATS Suchthilfe. Zu meinen Aufgaben gehört die Suchtprävention und Suchtberatung.

Für den Aufgabenbereich der Suchtvorbeugung bin ich für Eure Schule zuständig und für alle Fragen rund um das Thema Sucht der Ansprechpartner, egal ob es um Suchtmittel (z.B. Zigaretten, Alkohol, Cannabis u.a.), Internetsucht oder z.B. Essstörungen geht. Neben geplanten Veranstaltungen der Suchtvorbeugung in den Klassen biete ich eine regelmäßige Suchtsprechstunde an.

Diese Sprechzeit findet jeden Dienstag in der Zeit von 09.15 – 12.20 Uhr im Streitschlichterraum statt. Anmelden könnt Ihr Euch ab 9.15 Uhr auf dem Pausenhof oder aber über Euren Schulsozialarbeiter oder die Lehrkräfte. Gerne könnt Ihr Euch auch telefonisch direkt bei mir melden oder einen Termin per Email mit mir vereinbaren.

Es muss bei den Fragen nicht unbedingt um ein eigenes Problem gehen. Ihr seid auch herzlich willkommen, wenn Ihr Euch lediglich informieren wollt oder Euch Gedanken über jemand anderen macht. Ich berate und unterstütze Menschen, die als FreundInnen, Angehörige oder MitschülerInnen von suchtgefährdeten oder abhängigen Menschen Hilfe suchen.

Ich freue mich auf Euch!

Henning Peters                               

Email: peters.henning@ats-sh.de                        

Ausflug in die Geschichte

Im Rahmen des Weltkundeunterrichts unternahmen wir (die beiden zehnten Klassen der Wagrienschule) am Dienstag den 07.09 einen spannenden Ausflug in die nationale und lokale Geschichte, indem wir an der Wanderausstellung des Anne Frank Zentrums „Deine Anne. Ein Mädchen schreibt Geschichte“ und einer Führung zum Unglück der Cap Arcona teilnahmen.

Gefördert durch die Sparkassenstiftung gelangten wir mit dem Bus nach Neustadt, wo wir von unseren Peer Guides, zwei Zehntklässler vom Küstengymnasium, abgeholt wurden.

Die Schülerinnen und Schüler wurden aufgeteilt, so dass eine Klasse zuerst die Ausstellung besuchte, während die andere Klasse an der von Wilhelm Lange, dem ehemaligen Leiter des Museums Cap- Arcona, geleiteten Führung teilnahm. Nach zwei gut getakteten, lehrreichen Stunden wurden die Gruppen getauscht.

Die Ausstellung über Anne Frank ist aufgeteilt auf zwei Ebenen. Auf der ersten Ebene geht es um das Leben von Anne Frank, die Flucht der Familie vor den Nazis, ihr Leben im Versteck, ihre Deportation und schließlich um ihre letzten sieben Monaten in den Lagern Westerbork, Auschwitz und Bergen-Belsen. Auf der zweiten Ebene werden die Jugendlichen direkt angesprochen, da es allgemein um Identität, Gruppenzugehörigkeit und Diskriminierung geht.

Die beiden Peer Guides teilten die Gruppe, die die Ausstellung besuchte auf, so dass wir in Kleingruppen durch die Ausstellung geführt wurden. Dabei bestand die Führung nicht aus langweiligen Monologen und Vorträgen, vielmehr traten die Guides mit den Schülerinnen und Schülern in einen Dialog, so dass sich alle aktiv beteiligten.

Die Rückmeldung der Schülerinnen und Schüler zu diesem Konzept der Ausstellung war durchweg positiv. Die Peer Guides schafften es, die Jugendlichen auf gleicher Ebene und mit gleicher Sprache durch die Ausstellung zu führen, so dass die Hemmschwelle für die Jugendlichen abgebaut wurde, sich aktiv mit den schwierigen Themen auseinanderzusetzen, Fragen zu stellen oder Texte vorzulesen.

Bei der Führung zur Versenkung der Cap Arcona, einem der größten Schiffskatastrophen der Geschichte, wurde den Schülerinnen und Schülern deutlich gemacht, dass die grauenhaften Verbrechen der Nazis auch in ihrem unmittelbaren Umfeld staatgefunden haben. Betroffen lauschten die Jugendlichen den Erzählungen von Wilhelm Lange, erkannten schockiert die Schauplätze wieder, die er ihnen auf Bildern präsentierte und zeigten Demut und Anteilnahme, als das Mahnmal auf dem Ehrenfriedhof besucht wurde.

Dabei wurde abstrakte Geschichte, wie sie die Jugendlichen sonst nur aus dem Unterricht kannten, plötzlich real und erlebbar. Die Schülerinnen und Schüler erkannten, dass die Gräueltaten der NS-Verbrecher auch in ihrem unmittelbaren Umfeld stattfanden. Am meisten schockierte sie dabei die Tatsache, dass dort wo einst Leichen in Massengräbern verscharrt wurden, Menschen heute auf einem Campingplatz unbedarft und voller Freude ihren Urlaub verbringen.

Wir haben einen spannenden, kurzweiligen Ausflug in die Geschichte gemacht und dabei viel lernen können. Es wurden viele Impulse gesetzt, die wir im weiteren Unterricht aufgreifen können. Geschichte wurde erlebbar und real.