Ein Zeichen für den Frieden setzen

Uns, den Schülern und Lehrern der Wagrienschule, liegt das Thema Frieden sehr am Herzen. Daher veranstalteten wir am 29. April eine kleine Friedensaktion. Die Klassen 5, 6 und Tempo bildeten hierbei den Anfangsbuchstaben unserer Schule und die Klassen 7 bis 10 und Flex0/1/2 ein großes Peacezeichen. Diese Aktion ist als Solidaritätszeichen für die Geflüchteten und auch ein Symbol dafür, dass wir an die Kriegsopfer und ihre Angehörigen denken.  Unsere Aktion war natürlich sowohl als Solidaritätszeichen für den aktuellen Krieg in der Ukraine, als auch für alle anderen Kriege, die leider gerade auf der Welt stattfinden. Wir hoffen, dass wir durch unsere Aktion etwas Solidarität und positive Energie in die Welt hinausschicken konnten.

SV Wagrienschule

Die Schüler*innen und Lehrkräfte der 7-10 Klassen formen das Peace-Zeichen.

Die Schüler*innen und Lehrkräfte der 5+6 Klassen formen das Wagrien W.

Auf Angebotsfahrt nach Berlin

Da für die Schülerinnen und Schüler der beiden zehnten Klassen die Klassenfahrt nach Berlin im letzten Schuljahr coronabedingt leider ausfallen musste, konnte Anfang März eine Reise in unsere Hauptstadt auf freiwilliger Basis stattfinden.

15 wagemutige Schülerinnen und Schüler begaben sich unter der Leitung von Herrn Kaminski und Frau Müntz auf Großstadtsafari in diese geschichtsträchtige Metropole. Abenteuerlich mit Schienenersatzverkehr und Bahn ging es gut gelaunt vom Oldenburger Bahnhof aus los.

Am Hauptbahnhof in Berlin angekommen wurde die Stimmung jedoch erst einmal gedämpft. Der Bahnhof zeigte sich nämlich als Zufluchtsort vieler ukrainischer Flüchtlinge. Frauen mit schreienden Babys auf dem Arm, müde Kinderaugen und verloren wirkende alte Menschen. Die Bilder, die man sonst nur aus dem Fernsehen kannte, waren auf einmal Realität geworden.

Nachdenklich und mit einem mulmigen Gefühl im Magen ging es weiter mit der S-Bahn zur Unterkunft, dem Meininger Hotel East Side Gallery. Nach einem kurzen Stopp zum Frischmachen und Zimmer beziehen, ging es zu Fuß los zur East Side Gallery, wo wir das erste Mal mit der deutschen Geschichte in Berührung kamen und die Reste der Mauer und des Todesstreifens begutachteten. Voller Elan ging es weiter entlang der Spree durchs Nikolaiviertel und am roten Rathaus vorbei zum Fernsehturm.

Bei bestem Wetter genossen wir den Blick über Berlin, wobei so manches Foto gemacht wurde. Im Anschluss ging es weiter zum Hard Rock Café auf dem Kurfürstendamm, wo uns ein Burger Menu erwartete. Gestärkt ging es durch die Nacht weiter zum Brandenburger Tor und zum Reichstag.

Am nächsten Morgen wurde das geschichtsträchtige Olympiastation bei einer Führung erkundet. Achtungsvoll lauschten wir den Worten des Guides, während wir auf der Ehrentribüne saßen, auf der einst Hitler die Olympischen Spiele von 1936 eröffnet hatte. Aber auch der riesige VIP-Bereich, die Spielerkabinen und die unterirdischen Anlagen waren beeindruckend.

Nach Freizeit am Mittag bei feinstem Sonnenschein ging es am Nachmittag ins interaktive DDR-Museum, in dem wir allerhand über den Alltag in der DDR erfuhren und unsere Fahrkünste im Trabi-Fahrsimulator erproben konnten. Am Abend ging es zum Potsdamer Platz, um dort den genialen Film „the Batman“ im Kino zu schauen.

Am Mittwoch startete der Tag ebenfalls mit einer großen Portion Geschichte, als wir das Stasi-Gefängnis Hohenschönhausen im Rahmen einer Führung besichtigten. Beklommen nahmen wir Anteil an den Geschichten, die uns unser Guide, eine ehemals inhaftierte Gefangene, zu den Haftbedingungen und den Verhören der Stasi erzählte.

Am Mittag machten wir eine „Stadtrundfahrt“ mit der Buslinie 100 und bewunderten zahlreiche Sehenswürdigkeiten. Nach einem kurzen Fotostopp bei der Siegessäule, fuhren wir weiter zum Kudamm, wo der Nachmittag mit Bummeln und Shoppen gefüllt wurde. Abends wurde es sportlich, als wir den Tag beim Bowling ausklingen lassen haben.

Auch am Donnerstag durfte die Kultur nicht zu kurz kommen und so besuchten wir am Morgen das Spionage Museum, in dem wir alles über Stasi, KGB, MI6 und allerlei andere streng geheime Geheimdienste erfuhren.

Die Mittagszeit verbrachten wir in der Mall of Berlin, wo natürlich wieder nach Herzenslust geshoppt werden konnte. Am Nachmittag haben wir nochmal die Schrittzähler unserer Handys zum Glühen gebracht. Eisern wurden Checkpoint Charly, Topographie des Terrors, Brandenburger Tor und Holocaust-Mahnmal erwandert. Hungrig ging es danach zum Restaurant „Speisekombinat“, wo uns ein leckeres italienisches Menu erwartete. Gut gestärkt und gelaunt ließen wir den letzten Abend zusammen ausklingen.

Per Bahn und Bus ging es schließlich am Freitag wieder zurück nach Oldenburg, wo wir auf eine ereignisreiche, kurzweilige Woche voller Geschichte, Kultur und Spaß zurückblicken können.

Wunschbaumaktion 2021

Auch in diesem Jahr konnte die Wagrienschule durch die freundliche Unterstützung der Sparkasse Holstein an der Wunschbaumaktion teilnehmen.

Ziel der Aktion ist es, besonderen Kindern und Jugendlichen ein Geschenk zu Weihnachten zu ermöglichen, so dass jedes Kind sein ganz eigenes Weihnachtsgeschenk auspacken kann und sich über den Inhalt freut.

Heute war es dann soweit und die Geschenke konnten überreicht werden. Überall in der Schule ließ die Aktion bei den beschenkten Kindern die Herzen höherschlagen und Freude und Dankbarkeit waren allerorts spürbar.

Wir bedanken uns ganz herzlich bei der Sparkasse Holstein und allen, die sich an der Aktion durch Spenden beteiligt haben. Wir wünschen allen fröhliche Weihnachten und eine besinnliche Zeit!

Exkursion der zehnten Klassen in die KZ-Gedenkstätte Neuengamme

Im Rahmen des Weltkundeunterrichts unternahmen die 10. Klassen am 07.12 eine Exkursion in die KZ-Gedenkstätte Neuengamme in der Nähe von Hamburg.

Das KZ Neuengamme war das größte Arbeitslager in Nordwest-Deutschland. Über 100.000 Menschen wurden hier von 1938-1945 inhaftiert. Das Lager erstreckte sich über ein Gelände von 57 Hektar, was einer ungefähren Größe von 80 Fußballfeldern entspricht.

 Aufgeteilt in drei Gruppen wurden wir von sachkundigen, bestens ausgebildeten Guides über das Gelände und durch die Ausstellung geführt. Durch die eisigen Temperaturen konnten wir etwas nachfühlen, unter welch entsetzlichen Bedingungen die inhaftierten Menschen hier (über)leben mussten.

Unsere Führung begann auf dem Appellplatz, auf dem Häftling gezählt, zugeteilt und öffentlich bestraft wurden. Nach einer kurzen Besichtigung der von den Häftlingen angelegten Bahngleise und der Waffenfabrik von Walter, in der die Häftlinge arbeiten mussten, besichtigten wir das ehemalige „Gefängnis im Gefängnis“ – ein kleines Gebäude, welches in 5 kleine Zellen und einen Flur unterteilt war.

Da die ehemaligen Holzbaracken, welche als Unterkünfte und Küche dienten, abgerissen wurden, wurden die Grundrisse der Gebäude mit aufgehäuften Steinen angedeutet, so dass man einen guten Eindruck vom Lager erhält.

Anders als die aus Holz bestehenden Baracken sind die Steingebäude des Lagers noch heute erhalten. In einem der Gebäude befindet sich eine umfangreiche Ausstellung, welche wir als nächstes besichtigten.

In der Ausstellung lagen viele aufarbeitete Biografien von Gefangenen aus. In Kleingruppen hatten die Schülerinnen und Schüler die Aufgabe, sich mit einer Biographie, welche sie besonders interessierte, näher auseinanderzusetzten und im Anschluss die Biographie den anderen vorzustellen.

Im Anschluss daran besichtigten wir als letztes die Gebäude der SS und die Ziegelei, in der die Häftlinge unter schwierigsten Bedingungen arbeiten mussten. Dies bildete den Abschluss unserer drei stündigen Führung, welche, da waren sich alle einig, ruhig noch länger hätte ausfallen können. Ebenfalls waren sich die Schülerinnen und Schüler allesamt einig darüber, dass ihnen dieser Ausflug immer im Gedächtnis bleiben wird.

Kochen à la française

Wenn schon nicht nach Frankreich fahren, dann wenigstens französisch kochen – das war der Wunsch des Französisch WPU in Jahrgang 10.

Das wurde an einem Freitag Ende November in die Tat umgesetzt.  Die Koch-Teams hatten sich auf ein Menü geeinigt, die Rezepte herausgesucht, eingekauft – und stürmten die Schulküche im Heinrich-Gebäude.

Koch- und Backutensilien wurden gesucht und gefunden, notfalls Ersatz improvisiert, die Zutaten verarbeitet, immer wieder die Rezepte konsultiert und das Menü nahm nach und nach Formen an.

Dann konnte gegessen werden:  Vorspeise: Zwiebelsuppe mit Baguette Hauptspeise: Flammkuchen und zum Nachtisch die berühmten Macaron-Kekse, Geschmacksrichtung Schoko.  Bon appétit!

Endlich wieder Schulkino

Nachdem der Schulkinobesuch für die Schülerinnen und Schüler der Wagrienschule im letzten Jahr Corona bedingt ausfallen musste, konnten in dieser Woche wieder viele Klassen unserer Schule daran teilnehmen. Die Filme, die dabei jahrgangsspezifisch gezeigt wurden, waren ebenso abwechslungsreich wie spannend.

Die 10. Klassen beispielsweise schauten den Dokumentarfilm „Welcome to Sodom“. In Anlehnung an das in Weltkunde behandelte Thema „Globalisierung“ erhielten die Schülerinnen und Schüler so einen schockierenden Einblick in Europas größte Müllhalde für Elektroschrott, welche mitten in Afrika liegt.

Bei Popcorn, Nachos und Softdrinks stieß der Schulkinobesuch bei allen, die daran teilnahmen, auf durchweg positive Resonanz. Hoffentlich wird es im nächsten Herbst möglich sein, das Schulkino ohne Corona Beschränkungen stattfinden zu lassen. Wir sind auf jeden Fall wieder dabei!

Mobbing? – Nicht mit uns!

„Gemeinsam Klasse sein“ – unter diesem Motto stand die Projektwoche, die in der Woche nach den Herbstferien von den fünften Klassen und mit der Unterstützung des Schulsozialarbeiter-Teams Manfred Schritt  und Aylin Kühl durchgeführt wurde. Grundlage bildete hierbei ein von der Techniker Krankenkasse entwickeltes und vom IQSH unterstütztes Projekt zur Aufklärung und Prävention zum Thema Mobbing in Schulen. Ziel des Projekts ist, dass die Klassen eine solide Basis entwickeln, um eine tragfähige Gemeinschaft für die Zukunft zu werden.

Die Schülerinnen und Schüler beschäftigten sich intensiv mit dem Thema Mobbing. Sie erforschten in Übungen, Rollenspielen und Gesprächen, wie sie positiv und konstruktiv miteinander umgehen können. Sie erfuhren, welche Folgen Mobbing für die betroffenen Mitschüler hat und was sie selbst tun können, um Mobbing gar nicht erst entstehen zu lassen.

Den Abschluss und gleichzeitigen Höhepunkt der Projektwoche bildete der gut besuchte Präsentationsnachmittag für die Eltern, an dem die Eltern von den Kindern in Vorträgen, Rollenspielen und mit vielen Plakaten über die Arbeitsergebnisse der Woche informiert wurden. Gleichzeitig wurden die Eltern so mit ins Boot geholt, da das Ziel „mobbingfreie Schule“ nur durch die Zusammenarbeit von Schülern, Lehrern, Schulsozialarbeitern und Eltern erreicht werden kann.

Die Projektwoche hat allen beteiligten großen Spaß gemacht und wurde von Schülern, Lehrern und Eltern als sehr erfolgreich wahrgenommen.

Suchtsprechstunde bei Henning Peters

Liebe Schülerinnen und Schüler der Wagrienschule,

ich möchte mich Euch auf diesem Wege vorstellen und über das Angebot der Suchtsprechstunde informieren.

Mein Name ist Henning Peters, Nachfolger von Heiko Sievert und ich bin Mitarbeiter der ATS Suchthilfe. Zu meinen Aufgaben gehört die Suchtprävention und Suchtberatung.

Für den Aufgabenbereich der Suchtvorbeugung bin ich für Eure Schule zuständig und für alle Fragen rund um das Thema Sucht der Ansprechpartner, egal ob es um Suchtmittel (z.B. Zigaretten, Alkohol, Cannabis u.a.), Internetsucht oder z.B. Essstörungen geht. Neben geplanten Veranstaltungen der Suchtvorbeugung in den Klassen biete ich eine regelmäßige Suchtsprechstunde an.

Diese Sprechzeit findet jeden Dienstag in der Zeit von 09.15 – 12.20 Uhr im Streitschlichterraum statt. Anmelden könnt Ihr Euch ab 9.15 Uhr auf dem Pausenhof oder aber über Euren Schulsozialarbeiter oder die Lehrkräfte. Gerne könnt Ihr Euch auch telefonisch direkt bei mir melden oder einen Termin per Email mit mir vereinbaren.

Es muss bei den Fragen nicht unbedingt um ein eigenes Problem gehen. Ihr seid auch herzlich willkommen, wenn Ihr Euch lediglich informieren wollt oder Euch Gedanken über jemand anderen macht. Ich berate und unterstütze Menschen, die als FreundInnen, Angehörige oder MitschülerInnen von suchtgefährdeten oder abhängigen Menschen Hilfe suchen.

Ich freue mich auf Euch!

Henning Peters                               

Email: peters.henning@ats-sh.de                        

Ausflug in die Geschichte

Im Rahmen des Weltkundeunterrichts unternahmen wir (die beiden zehnten Klassen der Wagrienschule) am Dienstag den 07.09 einen spannenden Ausflug in die nationale und lokale Geschichte, indem wir an der Wanderausstellung des Anne Frank Zentrums „Deine Anne. Ein Mädchen schreibt Geschichte“ und einer Führung zum Unglück der Cap Arcona teilnahmen.

Gefördert durch die Sparkassenstiftung gelangten wir mit dem Bus nach Neustadt, wo wir von unseren Peer Guides, zwei Zehntklässler vom Küstengymnasium, abgeholt wurden.

Die Schülerinnen und Schüler wurden aufgeteilt, so dass eine Klasse zuerst die Ausstellung besuchte, während die andere Klasse an der von Wilhelm Lange, dem ehemaligen Leiter des Museums Cap- Arcona, geleiteten Führung teilnahm. Nach zwei gut getakteten, lehrreichen Stunden wurden die Gruppen getauscht.

Die Ausstellung über Anne Frank ist aufgeteilt auf zwei Ebenen. Auf der ersten Ebene geht es um das Leben von Anne Frank, die Flucht der Familie vor den Nazis, ihr Leben im Versteck, ihre Deportation und schließlich um ihre letzten sieben Monaten in den Lagern Westerbork, Auschwitz und Bergen-Belsen. Auf der zweiten Ebene werden die Jugendlichen direkt angesprochen, da es allgemein um Identität, Gruppenzugehörigkeit und Diskriminierung geht.

Die beiden Peer Guides teilten die Gruppe, die die Ausstellung besuchte auf, so dass wir in Kleingruppen durch die Ausstellung geführt wurden. Dabei bestand die Führung nicht aus langweiligen Monologen und Vorträgen, vielmehr traten die Guides mit den Schülerinnen und Schülern in einen Dialog, so dass sich alle aktiv beteiligten.

Die Rückmeldung der Schülerinnen und Schüler zu diesem Konzept der Ausstellung war durchweg positiv. Die Peer Guides schafften es, die Jugendlichen auf gleicher Ebene und mit gleicher Sprache durch die Ausstellung zu führen, so dass die Hemmschwelle für die Jugendlichen abgebaut wurde, sich aktiv mit den schwierigen Themen auseinanderzusetzen, Fragen zu stellen oder Texte vorzulesen.

Bei der Führung zur Versenkung der Cap Arcona, einem der größten Schiffskatastrophen der Geschichte, wurde den Schülerinnen und Schülern deutlich gemacht, dass die grauenhaften Verbrechen der Nazis auch in ihrem unmittelbaren Umfeld staatgefunden haben. Betroffen lauschten die Jugendlichen den Erzählungen von Wilhelm Lange, erkannten schockiert die Schauplätze wieder, die er ihnen auf Bildern präsentierte und zeigten Demut und Anteilnahme, als das Mahnmal auf dem Ehrenfriedhof besucht wurde.

Dabei wurde abstrakte Geschichte, wie sie die Jugendlichen sonst nur aus dem Unterricht kannten, plötzlich real und erlebbar. Die Schülerinnen und Schüler erkannten, dass die Gräueltaten der NS-Verbrecher auch in ihrem unmittelbaren Umfeld stattfanden. Am meisten schockierte sie dabei die Tatsache, dass dort wo einst Leichen in Massengräbern verscharrt wurden, Menschen heute auf einem Campingplatz unbedarft und voller Freude ihren Urlaub verbringen.

Wir haben einen spannenden, kurzweiligen Ausflug in die Geschichte gemacht und dabei viel lernen können. Es wurden viele Impulse gesetzt, die wir im weiteren Unterricht aufgreifen können. Geschichte wurde erlebbar und real.